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Kaninchenschnupfen

Ein kleiner Schnupfen beim Menschen ist in aller Regel harmlos, beim Kaninchen dagegen kann eine verstopfte Nase tödlich enden: Der ansteckende Kaninchenschnupfen, von dem Tiere jeden Alters befallen werden können, ist bei Züchtern und Haltern gefürchtet.

Der Schnupfen beginnt mit einem trockenen Niesen. Die Nase sondert eine farblose, schleimige Flüssigkeit ab, es kommt zu vermehrtem Speichelfluss. Später mischt sich Eiter in die Nasenflüssigkeit, die Nase verstopft, und das Kaninchen muss durch den Mund atmen. Bei der Mundatmung schluckt das Tier viel Luft, was zu Schäden am Herzmuskel führen kann. Durch das angestrengte Atmen sammelt sich Flüssigkeit in der Lunge (Lungenödeme). Die Augen entzünden sich, weil das Kaninchen mit der Pfote über Nase und Augen reibt und so die Bakterien verteilt. Ursache für den Kaninchenschnupfen ist das Bakterium Pasteurella multicida in der Nase, das das Tier schwächt und anfällig werden lässt. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion von Tier zu Tier oder von Mensch zu Tier oder auch umgekehrt von Tier zu Mensch. Manchmal wird der Erreger auch über die Nahrung aufgenommen. Für Menschen ist der Schnupfen harmlos. Züchtern bleibt nichts anderes übrig, als alle Tiere zu töten, wenn sie erkrankt sind.

Eine Behandlung des gesamten Zuchtbestandes ohne Änderung der Umweltbedingungen ist nicht sinnvoll. Das Heimkaninchen hingegen kann mit Antibiotika behandelt werden, allerdings sind die Heilungschancen nicht sehr groß. Eine längerfristige Behandlung mit Antibiotika ist nicht möglich, weil dies Kaninchen nicht vertragen. Eine vollständige Keimminimierung aus den Nasennebenhöhlen ist ebenfalls nicht möglich. Alternativ bietet sich hier noch die Behandlung mit homöopathischen Mitteln an.

Als Vorbeugung empfehlen Tierärzte die Impfung. Dies ist vor allem für Züchter wichtig, die ihre Tiere ausstellen. Sie schützt gegen den Haupterreger Pasteurella multicida und auch gegen Bordetella bronchiseptica. Die Erstimpfung kann schon ab einem Alter von vier Wochen erfolgen, erste Wiederholung nach zwei bis drei Wochen, danach nur noch halbjährliche Auffrischung. Die Impfung kann ohne Probleme mit den anderen Kaninchen-Impfungen kombiniert werden.

Unhygienische Zustände und Staub machen Kaninchen anfällig (Stichwort: Faktorenseuche). Der Streu sollte daher oft und regelmäßig gewechselt werden. Parasitenbefall begünstigt den Ausbruch der Erkrankung.-

Viel frische Luft und Bewegung an der frischen Luft sowie eine vitaminreiche Ernährung lassen das Tier widerstandsfähig werden. Zugluft und zu niedrige Temperaturen sollten allerdings vermieden werden



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